Ein Roboter, der so flexibel wie ein menschlicher Werker immer dort eingesetzt werden kann, wo der Arbeitsdruck am größten ist, ohne dass die gesamte Montageanlage umgebaut werden muss - dieserTraum soll auf der Motek 2008 Wirklichkeit werden.
Die
Kooperation von Henkel + Roth und Neobotix hat nun erstmals ein industrietaugliches Modell hervorgebracht.

Großer Aktionsradius
Der Roboter ist mit einem Greifarm von
1,8 m Aktionsradius ausgestattet, der Werkstücke bis zu 10 kg handhaben kann.
Eine Ablageplattform dient dem Umgreifen und Ablegen während der Fahrt. Mit
einem Akkusatz kann der Roboter eine komplette Schicht ohne
„Boxenstopp" meistern. Ein Kamera-Erkennungssystem stellt sicher, dass der
Roboter nach dynamischer Anfahrt auf die Maschine seine Position selbsttätig
korrigiert. Die Positionierfehler bei der Werkstückübergabe liegen so im
Zehntelbereich und damit nicht schlechter, als bei den menschlichen Kollegen.
Nahezu flexibel wie ein Werker
Er kann auch wie ein menschlicher Werker
je nach Bedarf kurzfristig an bestehenden Produktionslinien eingesetzt oder auf
andere Stationen versetzt werden, um Auftragsspitzen abzuarbeiten.

Vor allem in One-Piece-Flow-Montageanlagen
im heute vorherrschenden U-förmigen Layout kann der selbstfahrende „Kollege
Roboter" seine Stärken voll ausspielen.
Für ein Versetzen
des Roboter ist kein Kran nötig, man nimmt ihn einfach an die „Hand" und
führt ihn zu seinem Arbeitsplatz in einer anderen Montagezelle. Betrachtet man die Arbeitsleistung über den Schichtdurchschnitt
hinweg, so ist die Leistung von Mensch und Robotern
vergleichbar. Bei einerTaktdauer von einer Minute aufwärts, kann der Roboter
bei Mehrmaschinenbedienung die Taktzeiten sogar besser ausnutzen.